Estepona hat sich still und leise zu einer der meistdiskutierten Städte an der Costa del Sol entwickelt. Früher galt es als der entspannte Nachbar von Marbella, aber diese Beschreibung passt nicht mehr. Estepona wächst mit Bedacht, klarer Ausrichtung und Stil. Es gibt keinen ziellosen Hochhausboom, kein Ausverkaufen an den Meistbietenden. Die Entwicklung hier hat Struktur und Stolz. Und das ist vor allem Bürgermeister José María Urbano zu verdanken.
Klick hier, um unseren Ratgeber zur Region Casares anzusehen – ein weiterer wunderschöner Ort in Spanien.
Er hat nicht nur die Stadt auf Vordermann gebracht. Er hat Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen. Er hat Autostraßen gesperrt und von Blumen gesäumte Fußgängerzonen angelegt. Er hat in Parks, Kultur, Tiefgaragen und Stadtbild investiert. Im Juli 2025 hat er die Schulden der Stadt in Höhe von fast vier Millionen Euro getilgt. Estepona hat nun keine Schulden mehr und ist damit eine der wenigen Städte in Spanien, denen das gelungen ist. Und die Einwohner haben dadurch Steuersenkungen erfahren.
Das war keine reine Zierde. Estepona startete ein langfristiges kommunales Garten- und Verschönerungsprogramm, bei dem Beton durch Pflanzen und Blumen ersetzt wurde und Grundstückseigentümer zur Teilnahme ermutigt wurden. Die Stadt wurde Straße für Straße neu gestaltet.
Ein weiterer unglaublicher Ort ist Manilva – ein weiterer Teil Spaniens, der seinesgleichen sucht.
Natur statt Beton
Du wirst es sehen, wenn du vorbeischaust. Die Natur wird nicht zubetoniert. Sie wird auf dem Asphalt bepflanzt. Überall in der Stadt findest du vertikale Gärten, Blumen, Orangenbäume und viel Grün, das die Straßen füllt.
Hier kannst du dir den Beitrag über Estepona in Monty Dons Gartensendung ansehen: [Link]
Die Strände sind breit, flach und leicht zu begehen. Die Strandpromenade erstreckt sich über Kilometer. Unterirdische Parkhäuser erstrecken sich fast einen ganzen Kilometer unter der zweiten Promenadenreihe und schaffen so Platz für Fußgänger darüber. Überall in der Stadt entstehen immer neue Parkplätze.
Und im Gegensatz zu anderen Städten, in denen Parken in zweiter Reihe und chaotischer Verkehr an der Tagesordnung sind, wird das in Estepona nicht geduldet. Gegen illegales Parken wird schnell vorgegangen. Abschleppwagen tauchen schneller auf, als man denkt (das habe ich selbst erlebt).
Eine Stadt, die für Menschen gestaltet ist
Wenn es eine Entscheidung gibt, die diesen Wandel am besten zusammenfasst, dann sind es die gesperrten Straßen. Bürgermeister Urbano sperrte die erste große Autostraße, um sie in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Dann die zweite. Damals war sogar ich frustriert. Wie soll ich als Makler eine Stadt zeigen, durch die ich nicht fahren kann? Aber jetzt verstehe ich die Vision vollkommen. Es ist ein Segen für Anwohner und Ladenbesitzer, und es funktioniert.
Eigentlich hatte ich immer vor, irgendwann mal in Marbella zu wohnen, aber dann habe ich meine Meinung geändert und mich für Estepona entschieden. Ich habe gesehen, dass das die richtigen Entscheidungen waren, und ich bereue es kein bisschen.
Außerdem gibt es in Estepona jede Menge Golfplätze, die einen Besuch wert sind!
Strandleben ohne Chaos
Der Strand von Estepona ist lang, breit und flach. Er ist gut auf den Tourismus eingestellt, mit Strandbars und Chiringuitos im Abstand von jeweils ein paar hundert Metern. Hier findest du sowohl unauffällige lokale Lokale als auch trendige Lounges.
Playa del Cristo zum Beispiel ist eine kleine Bucht westlich der Stadt, die bei den Einheimischen sehr beliebt geworden ist.
Dort befindet sich mittlerweile der Eva Beachclub, eine Neuerung aus dem Jahr 2024, die ein bisschen von diesem entspannten Marbella-Glamour nach Estepona gebracht hat. Er ersetzte ein altes, verlassenes Gebäude, und obwohl einige zunächst dagegen waren, finde ich persönlich, dass es eine tolle Verbesserung ist. An demselben Strand gibt es außerdem zwei Chiringuitos: das „Lolailo“, ein ungezwungener Ort mit spanischem Flair, und das „La Havana“, das eher tropisch anmutet und einen Hähnchen-Caesar-Salat serviert, an den ich oft denke.
In der Hochsaison können Liegestühle zwischen zehn und vierzig Euro pro Tag kosten, was immer noch günstiger ist als ähnliche Angebote in anderen Teilen der Costa del Sol.
Auch die Strandpromenade erwacht am Wochenende mit Pop-up-Märkten und Kunsthandwerksständen zum Leben. Handgefertigter Schmuck, Seifen, Spielzeug, lokale Kunst – was auch immer du dir vorstellen kannst. Du wirst sogar Einheimische sehen, die auf überdimensionalen Brettern auf dem Bürgersteig Schach spielen. Und versteckt in Holzschränken entlang des Strandes gibt es kostenlose Bücher, die du ausleihen und zurückgeben kannst. So ein System funktioniert nur an Orten wie Estepona. In Marbella wären die Bücher schon vor dem Mittagessen weg.
Estepona ist auch ein toller Ort für Kinder – die ganze Familie findet hier garantiert etwas, das ihr Spaß macht.
West-Estepona und die neue Grenze
Weiter westlich, hinter La Gaspara, findet ihr das, was manchmal scherzhaft als „West-Estepona“ bezeichnet wird. Dieses Gebiet boomt mit neuen Bauprojekten. Große Namen wie AEDAS sind hier aktiv, aber ihr werdet auch auf kleinere Bauträger stoßen, die versuchen, sich mit Boutique-Projekten einen Namen zu machen. Diese sind manchmal ein Glücksspiel. Manche müssen noch wichtige Details klären oder versprechen am Ende zu viel.
Erwartungen und Realität können auseinandergehen, daher ist es wichtig, sich gut zu informieren oder mit einem erfahrenen Makler zusammenzuarbeiten.
Dennoch ist es einer der interessantesten Abschnitte der Küste, was die Preisentwicklung angeht. Viele der neuen Bauprojekte hier bieten im Vergleich zu Marbella oder sogar Teilen von Mijas immer noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nicht jeder hier fährt einen Ferrari … aber du wirst sie öfter sehen, als du denkst.
Sogar Rafael Nadal setzt auf Estepona. Sein nächstes großes Immobilienprojekt findet nicht in Marbella oder Madrid statt, sondern genau hier.
Unterkünfte und Restaurants
In der Altstadt ist die berühmte Plaza de las Flores (Blumenplatz) ein absolutes Muss. Sie ist das Herz von Estepona. Ein Besuch im Hotel El Pilar Andalucía, das direkt am Platz liegt, ist eine tolle Wahl, wenn du dort übernachtest. Die meisten wissen nichts von der versteckten Dachterrasse und dem hervorragenden asiatischen Fusion-Restaurant „Makako“ mit toller Aussicht und einer modernen Speisekarte.
Das „Casa del Rey“, nur ein paar Schritte entfernt, ist ein weiteres Juwel. Nicht gerade versteckt, aber mit einer Weinkarte, die kaum zu übertreffen ist, und einer Atmosphäre, die jedes Abendessen zu etwas Besonderem und typisch Spanischem macht.
Als Nachtisch oder für einen kleinen Snack am Nachmittag schau doch mal bei „La Italiana“ auf der Plaza Doctor Arce vorbei, nur ein paar Schritte entfernt. Allein das Eis dort ist schon den Weg wert.
Am östlichen Ortseingang gibt es sogar einen schwedischen Supermarkt namens „Spisa“, der sich eine treue Kundschaft aufgebaut hat.
Märkte und Yachthafen
In Estepona finden zwei Wochenmärkte statt. Mittwochs gibt es einen in der Nähe des nördlichen Stadteingangs in der Calle Francia. Und jeden Sonntag findet von 09:00 bis 14:00 Uhr ein weiterer am Hafen statt. Dort findest du alles von frischem Obst und handgefertigtem Schmuck bis hin zu Töpferwaren, Taschen und Kleidung.
Apropos Hafen: Die Stadt investiert Millionen in dessen Ausbau. Das neue Projekt zielt darauf ab, einen der modernsten Yachthäfen Südeuropas zu schaffen, mit neuen Gewerbegebieten, Restaurants, Liegeplätzen und öffentlichen Bereichen.
Intelligente Stadtplanung und praktisches Leben
Der Roller-Verleih funktioniert hier besser als irgendwo sonst an der Küste. Nur in Málaga und Estepona hat das System wirklich geklappt. Hier stehen die Roller ordentlich geparkt, werden über eine App gesteuert und regelmäßig überprüft. Sie liegen nicht einfach irgendwo auf den Straßen herum, wie in anderen Städten in Europa.
Das Gebiet Las Mesas, das von vier der größten spanischen Bauträger erschlossen wurde, erlebte 2019 einen Wendepunkt. Moderne Häuser, Meerblick, gute Grundrisse. Seitdem haben sich die Preise mehr als verdoppelt, und die Gegend erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit bei Briten, Skandinaviern, Nordeuropäern und seit kurzem auch bei Nordamerikanern und Kanadiern.
Das Vithas-Krankenhaus ist ein weiterer Pluspunkt. Es ist modern, sauber und bietet zuverlässige private Gesundheitsversorgung. Immer mehr Familien entscheiden sich langfristig für Estepona, und der gute Zugang zur Gesundheitsversorgung ist ein wichtiger Teil dieser Entscheidung.
Wenn du auf der Suche nach Schönheits-, Haar- oder Hautpflegeprodukten bist, schau mal bei Primor vorbei. Die Preise dort sind überraschend günstig. Es ist einer dieser „Große frisst Kleine“-Läden, die schon dazu geführt haben, dass einige kleine lokale Geschäfte schließen mussten.
Erwähnenswert ist außerdem, dass Estepona derzeit keine Mietbeschränkungen einführt, wie es andere Städte wie Málaga, Fuengirola oder Teile von Marbella tun. Das verschafft der Stadt einen Vorteil sowohl für Investoren als auch für Zweitwohnungsbesitzer.
Und für Geschichtsliebhaber: Lasst euch die römische Villa in der Nähe von Tikitano bei Besaya an The New Golden Mile nicht entgehen. Es ist ein ruhiges kleines Wahrzeichen, das der Geschichte der Küste eine weitere Facette verleiht.
Verwandte Artikel:

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Dein Kommentar kann der erste sein.